Anfang August fand in Augsburg das traditionelle AFRO-Open statt. Neben Jutta Kühnel von Ersingen kannte ich dort nur den Ex-Pforzheimer Frank Wilmes und seinen Hersbrucker Vereinskameraden. Das war in Strasbourg ganz anders und auch sonst gab es einige Unterschiede. In Strasbourg war das Turnier mitten im Zentrum in einem historischen Gebäude und das Bier war kühler. In Augsburg war der Turniersaal etwas außerhalb in einem supermodernen Gebäude, aber immerhin gab es ein Restaurant im Erdgeschoss und die ÖPNV-Anbindung war gut. Auch sonst bot der klimatisierte Saal gute Spielbedingungen und die Veranstalter schafften es sehr gut für Turnierruhe zu sorgen. Seltsam war nur dass das B-Turnier überwiegend mit Holzfiguren und Schreibunterlagen spielte und wir im A fast ausschliesslich mit Plastikfiguren und ohne Schreibunterlagen. Außerdem hatten sie im B-Turnier am Anfang auch mehr Platz. Trotzden lief das Turnier super für mich. Nach einem Pflichtsieg in Runde 1 gewann ich in der Folgerunde im Königsangriff gegen einen 2100. In Runde 3 gab es einen Rückschlag. Ähnlich wie in Strasbourg schaffte ich es eine haushohe Gewinnstellung zu verlieren. Dann konnte ich mich aber stabilisieren und gegen zwei 2000er remisieren. Einen davon kannte ich noch von früher. Das habe ich aber erst gemerkt als wir uns am Brett gegenübersassen. Wir hatten mal vor 40 Jahren ein Turnier in Berga in Katalonien gespielt. In Runde 6 traf ich zum ersten Mal auf einen Jugendspieler. Der 18jährige hatte bei einem Simultan „The Big Greek“ besiegt. Mit meinem Französisch-Aufbau kam er nicht zurecht und dann fiel er noch auf eine kleine Falle rein. In der Schlussrunde spielte ich im direkten Vergleich um den einzigen Seniorenpreis. Das harterkämpfte Remis reichte leider nicht, da mein Gegner die bessere Wertung hatte. Aber mit 4,5 aus 7 war ich mehr als zufrieden.
Jutta holte im B-Turnier 3,5 aus 7 und Frank 4 aus 7.
Unser erstes Sommerblitzturnier war mit 14 Spielern sehr gut besucht. Vom FIDE-Meister bis zum Wiedereinsteiger reichte die Spanne der Spielstärke. Nach 9 Runden lag FM Stefan Bücker mit 8,5 Punkten vorne, gefolgt von Thomas Gauss (SF Conweiler) mit 8 und der Verfasser mit 7 Punkten.
Im elsässischen Haguenau organisierte der lokale Verein sein erstes Turnier, das aus einem Schnellschachturnier (Samstag) und einem Blitzturnier (Sonntag) bestand. Vorab das Turnier war super organisiert. An beiden Tagen ging es pünktlich los und pünktlich zu Ende. Die Verpflegung war ebenfalls gut. Für 2027 unbedingt vormerken! Beim Scnnellschach wurde Martin Hartmann mit 5,5 aus 8 Siebter. Das reichte überraschenderweise zum 50+-Preis, da die Veranstalter in der Zeile verrutschten. Vater Thomas kam auf 2.5 Punkte. Der Verfasser war nicht in Form und vergeigte in der Schlussrunde eine Gewinnstellung. Damit reichte es nur zu 4,5 Punkten. Beim sonntäglichen Blitz wurde Martin Zweiter mit 10,5 aus 12. Sein Vater hatte bei seinem ersten offiziellen Blitzturnier nicht viel Glück.
Nachtrag: Eva Efimenko sowie Maya und Manuel Stoykov haben bei diversen WAM/BAM-Turnieren meistens sehr gut abgeschnitten und ihre DWZ weiter verbessert. Die Infos über die Turniere waren leider recht spärlich und kamen spät, daher erst jetzt die Erwähnung.