Klassenerhalt geschafft!

Nach fast sechsstündigem Spiel brachte der Sieg von Spitzenbrett Stefan Bücker die Entscheidung: 5-3 gegen eine hartnäckige Mergentheimer Mannschaft. Zuvor gewannen Eberhard Schulze, Markus Hilzinger und Udo Leibbrand und André Gharieb und Stefan Schork remisierten. Damit kann der Schachclub Pforzheim für die nächste Verbandsligasaison planen. Einen versöhnlichen Ausklang gab es für die II. in Ersingen mit einem 5-3-Sieg trotz Unterzahl. Damit ergab sich eine positive Punktebilanz trotz des Durchhängers in der Saisonmitte. Mit Niederlagen beendeten die III. und IV. ihre Saison. Nächstes Jahr gehören Sie in Ihrer Klasse wieder zu den Favoriten!

Endlich wieder ein Sieg

Der achte Spieltag brachte endlich wieder einen Sieg – die II. gewann erwartungsgemäß gegen Absteiger Bretten. Dabei waren die hinteren 4 Bretter die Matchwinner. Vorne sprangen nur 3 Remisen heraus. Die absolute Überraschung hat aber unsere III. geschafft! Sie remisierte gegen Neuenbürg und schaffte damit ihren ersten Punkt. An Brett 2 und 3 gewannen Angel Schiller und Jungtalent Christian Kraft gegen weit stärker eingeschätzte Gegner, überhaupt wuchs die Mannschaft über sich hinaus mit Siegen von Egmar Hulin sowie Remisen von Johannes Heinz und Martin Mendzigall.
Die IV. verlor gegen Bad Herrenalb und hat damit auch keine theoretischen Chancen auf den Klassenerhalt mehr. Immerhin gelangen Andreas Freimuth und Horst Ludwig 2 schöne Siege.
Bei der I. haben sich die schlimmsten Erwartungen bestätigt. Die beiden IMs hatten nichts besseres zu tun und kamen geschlossen nach Buchen. Überhaupt spielten die Odenwälder in der besten Besetzung der Saison. Dafür hatten wir die längste Anfahrt der Saison und das auch noch eine Stunde früher. Da ist die 3-5-Niederlage ein durchaus respektables Ergebnis. Laut Meldungsverlauf des Ergebnisdienstes spielte unser Spitzenbrett Stefan Bücker am längsten und remisierte gegen einen IM. Beachtlich auch das Remis von Martin Hartmann gegen einen 2285. Den einzigen Sieg landete Stefan Schork.

Ausblick auf den letzten Spieltag:
Die IV. ist abgestiegen, kann aber am letzten Spieltag gegen Tabellenführer Birkenfeld noch in den Aufstiegskampf eingreifen. Gleiches gilt für die III. bei ihrem Spiel gegen Pfinztal.
Gegen den Tabellennachbarn Ersingen kann die II. mit einem Sieg vorbeiziehen, Einfluss auf Auf- oder Abstieg hat das Ergebnis aber nicht mehr.
Aller Augen sind auf die I. gerichtet. Sie kann den Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen, da unsere Abstiegkonkurrenten auch verloren haben. Mit einem Sieg gegen Mergentheim sind wir auf jeden Fall gesichert. Bei einem Unentschieden müsste Sandhausen 7,5-0,5 gegen Walldorf gewinnen um mit uns gleichzuziehen.

Zwei sieglose Spieltage hintereinander

Die Spieltage 6 und 7 bescherten dem Schachclub Pforzheim keine Siege, nicht einmal ein Unentschieden. Fazit: Die I. kämpft immer noch gegen den Abstieg, die II. ist dank dreier Startsiege glücklicherweise schon gerettet, die III. und die IV. sind wohl nicht mehr zu retten. Das war bei drei Aufstiegen auch nicht auszuschließen. Kurzfristige Ausfälle wegen Krankheit häuften sich ab dem vierten Spieltag und machten die Arbeit der Mannschaftsführer nicht leichter. Jetzt gilt es die beiden letzten Spieltage möglichst erfolgreich zu absolvieren und hoffentlich den Klassenerhalt der I. zu feiern. Zwei Punkte fehlen ihr noch.

Mannschaftspokal und Mannschaftsblitz

Auf Bezirksebene haben wir am 03.02. mit einem 2,5-1,5-Sieg in Conweiler das Finale erreicht. Nick Neiwert gewann sehr schnell, Attila Barta gewann später und Oliver Linder schaffte es seine gute Stellung zu verderben. Fünf schlechte Züge hielt die Stellung einigermaßen aus, erst der sechste verdarb sie komplett. Martin Hartmanns gewinnträchtige Stellung wurde nach der Zeitkontrolle remis durch Dauerschach, nachdem Gegner Thomas Gauss nach 45 Minuten Bedenkzeit darin einwilligte.
Gegner am 17.3. ist Mühlacker.
Einen Sonntag später ging es in der Besetzung Stefan Bücker, Martin Hartmann, Udo Leibbrand und Oliver Linder nach Ettlingen-Oberweier zur badischen Blitzmannschaftsmeisterschaft. Martin hatte sich bereits beim Einzelblitz am Samstag warm gespielt (8 aus 29, Platz 26). Für die anderen war der Modus 3 Minuten + 2 Sekunden eher ungewohnt. Am Ende landeten wir mit 12-16 Punkten auf Platz 9 in einem mit leider nur 15 Mannschaften recht kleinen Teilnehmerfeld. Oliver Linder war mit einer Ausbeute von knapp unter 50% bester Punktesammler, hatte an Brett 4 aber auch die relativ leichtesten Gegner. Mit 5, 6, und 5,5 Punkten waren die Resultate der vorderen Bretter eher noch höher zu bewerten. Prominentester Teilnehmer war Kabarettist Matthias Deutschmann, der für Emmendingen 2 antrat. Höhepunkt aus Pforzheimer Sicht war die knappe 1,5-2,5-Niederlage in Runde 9 gegen den späteren Meister Eppingen. Zuvor hatten die Vertreter des Zweitligisten nur 4 Brettpunkte abgegeben.

Turniere in Italien über den Jahreswechsel

Über den Jahreswechsel spielte ich (Oliver Linder) zwei Turniere in Italien. Beide Turniere lagen in der Region Veneto nicht allzuweit voneinander entfernt. Los ging es am 25. mit einem kurzen Zwischenstopp in Bozen, von dort ging es nach Montebelluna, einem Zentrum der italienischen (Winter-)bekleidungsindustrie. Mit meiner ELO unter 2000 musste ich im B-Turnier antreten. Mit viel Glück konnte ich meinen dritten Platz in der Setzliste halten und einen Geldpreis gewinnen. Nach einem Zwischenstopp in der sehr angenehmen Stadt Treviso ging es weiter in das recht berühmte Verona. Da durfte ich im A-Turnier gegen zumeist sehr routinierte und kampfeslustige Gegner spielen. Etwas peinlich war der Start. Mit Schwarz erreichte ich eine gute Stellung mit zwei verbundenen Freibauern am Damenflügel. Dann machte mein Gegner einen überraschenden Läuferzug, der mich aus dem Konzept und um die Partie brachte. Nach der Partie sagte mir mein Gegner, dass ich ihn nach dem Läuferzug einzügig hätte mattsetzen können! In den nächsten drei Runden gab es mehr oder weniger mühsame Remisen. Ein Turmendspiel gegen f+h-Bauer musste ich 95 Züge lang remis halten. Ein relativ einfaches Remis gab es gegen Bevilacqua, gegen den ich in vor ein paar Jahren in Bozen bis zum 133. Zug ein Turmendspiel mit zwei Minusbauern verteidigen musste. In Runde 5 gab es eine unnötige Niederlage, da ich meine gute Stellung als schlecht einschätzte und entsprechend spielte. In der sechsten Runde konnte ich meinen einzigen Sieg feiern. Vor dem 20. Zug ließ ich eine klare Gewinnmöglichkeit aus und musste mich danach noch ganz schön anstrengen. In der letzten Runde war ich schon gedanklich auf der Heimreise und spielte recht schlecht, was mein Gegner überzeugend bestrafte.

Insgesamt war es ein schöner Schachurlaub, auch wenn die Partien nicht immer gut liefen. Die Turniere in Italien werden oft in Hotels gespielt, wo man meist recht preisgünstig unterkommen kann. Allerdings liegen die Hotels nicht immer zentral und in Verona war die obligatorische Halbpension nicht so ganz überzeugend.
Als nächstes Turnier steht das kulinarisch tadellose Sélestat auf dem Programm.
Andere Spieler waren über den Jahreswechsel auch aktiv:
Martin Hartmann und Stefan Schork spielten in Böblingen bzw. Magdeburg gute bis sehr gute Turniere.
Siegmund Haug war in Böblingen ein riesiges Turnier, trat dann aber zusammen mit Thomas Schnepel in Untergrombach an, was beide wohl inzwischen bereuen. Nur Michael Kranich konnte dort glänzen.

IV. die Mannschaft der 5. Runde!

Die fünfte Runde war gekennzeichnet durch zahlreiche Spielerausfälle. Krankheit, Urlaub und anderes verhinderte bessere Aufstellungen.

Am Samstagabend glühten noch die Telefone, als es in der I. eine kurzfristige krankheitsbedingte Absage gab.

Dank der Kooperationsbereitschaft der Mannschaftsführer der II. und der III. konnten zumindest die I. und II. ordentliche Mannschaften aufstellen. Für die III., die keine Chancen mehr auf den Klassenerhalt hat, blieben leider nicht mehr genug Spieler übrig.

Auf dem Papier hatten wir gegen die Heidelberger Gäste durchaus Chancen. Letztendlich gab es aber eine verdiente 3-5-Niederlage. 6 Remisen reichten leider nicht. Gegen den Sieger des Opens Untergrombach war am Spitzenbrett kein Kraut gewachsen. Stefan Schork hatte die spannendste Partie. In höchster Zeitnot schaffte er es ein Dauerschach aufs Brett zu zaubern. Da nützte die neue Dame des Gegners nichts. Martin Hartmann verteidigte sich gegen Routinier Nippgen zäh und schaffte ein Remis. Leider hielt die schwarze Serie unseres Präsidenten an und am Ende stand es 3-5. Die anderen Partien endeten ohne große Aufregung remis.

Die II. schrammte knapp an einer Sensation gegen die starken Durlacher vorbei. Die beiden Ersatzspieler aus der III., Leo Helfrich und Johannes Heinz, holten 1,5 Punkte und auch sonst wurden einige Punkte geholt (Sieg von Thomas Schnepel sowie Remisen von Ralph Hofrichter und Mannschaftsführer Nick Neiwert gegen einen 2000er). Leider gingen mehrere komplizierte Stellungen verloren bzw. wurden nicht gewonnen und am Ende gab es eine 3,5-4,5-Niederlage.

In die Ersinger Schachburg fuhr die III. nur zu sechst. Mehr Spieler ließen sich leider nicht mehr finden. Spieler des Tages war Daniel Hamm, der mit Schwarz gegen einen 1800er gewann und das bei einer eigenen DWZ von knapp 1300! Hervorragend war auch das Remis von Egmar Hulin gegen einen weiteren 1800er. Leider waren das alle Punkte.

Mannschaft des Tages war eindeutig die IV., die gegen den vollbesetzten Gastgeber Neuhausen ein Remis erspielte. Hier übertrafen sich die Spieler gegenseitig: Johann Wieczorek remisierte gegen einen Spieler mit 400 DWZ-Punkten mehr und Mannschaftsführer Peter Walenzyk gewann gegen einen um knapp 400 DWZ-Punkten überlegenen Gegner. Die Siege von Andreas Freimuth und Peter Erbacher sowie das Remis von Horst Ludwig erschienen dagegen fast normal.

I. gewinnt Duell der Aufsteiger

Beim anderen Verbandsligaaufsteiger, dem SK Sandhausen musste die I. antreten. Ohne die beiden Topscorer Markus Hilzinger und Eberhard Schulze war das ein schwieriges Unterfangen. Wir gerieten auch schnell durch eine Weiß-Niederlage in Rückstand. Kurz darauf nahm Udo Leibbrand ein Remisangebot seines Gegners an. Martin Hartmann konnte durch exzellente Eröffnungsvorbereitung seinen Gegner in schwere Zeitnot bringen und sorgte bald für den Ausgleich. Alle anderen Partien gingen über die Zeitkontrolle. Markus Ungerer überspielte seinen Gegner mit einem interessanten Qualitätsopfer und konnte uns in Führung bringen. Die währte aber nur kurz, da ein hartnäckig verteidigtes Turmendspiel durch eine Ungenauigkeit kurz vor der Remisabwicklung verloren ging. Zwischenzeitlich hatte sich die Lage aber zu unseren Gunsten geklärt. Oliver Linder gewann ein Endspiel mit gutem Springer gegen schlechten Läufer und Spitzenbrett FM Stefan Bücker hatte nach diversen Verwicklungen ein gewonnenes Endspiel auf dem Brett. Damit war der Sieg gesichert und auch eine weitere Weiß-Niederlage konnte uns die beiden Punkte nicht mehr nehmen. Fazit: Zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt und die beiden Ersatzspieler holten 100%!
Leidtragende der Personalnöte der I. war die II. im Spitzenspiel gegen die starken Pfinztäler. Auf dem Papier waren sie dem Gastgeber zwar fast ebenbürtig, aber es setzte eine deutliche 6-2-Niederlage. Nur Frank Wilmes konnte voll punkten und Hermann Ackermann sowie Ralph Hofrichter remisierten. Abstiegsnöte sind trotzdem nirgends zu sehen.
Ein augeglichener Kampf war für die III. im Abstiegsduell gegen Bretten zu erwarten.Leider gab es auch hier eine deutliche 2,5-5,5-Niederlage. Tagessieger war hier Egmar Hulin und Leo Helfrich, Christian Kraft und Martin Mendzigall remisierten. Damit ist der Klassenerhalt in weite Ferne gerückt.
Achtbar schlug sich die IV. gegen Conweiler II und tat mit der recht knappen 3-5-Niederlage etwas für ihr Brettpunktekonto. Waldemar Schneider, Johann Wieczorek, Andreas Freimuth, Peter Erbacher, Horst Ludwig sowie Neuzugang Daniele Greco remisierten gegen zum Teil deutlich stärkere Gegner. Bei nur einem Absteiger hat die III. realistische Chancen auf den Klassenerhalt.

Schachclub in Vesperkirche aktiv

Wenn am 20. Jan. 2019 die Vesperkirche wieder für vier Wochen bis zum 17. Feb. ihre Pforten in der Stadtkirche öffnet, wird sich auch auf drei, vom Schachclub bereitgestellten Brettern reger Betrieb einstellen. Wer möchte, schaut nachmittags zwischen 13 und 15 Uhr einfach mal zwanglos vorbei – zum spielen oder „kiebitzen“.